Auf zu neuen Wegen – Abschlussfeier im Rathausprunksaal 

Im würdigen Rahmen eins voll besetzten Rathausprunksaals hat die Staatliche Wirtschaftsschule Landshut ihre diesjährigen Absolventen verabschiedet. Etwa 90 junge Frauen und Herren erhielten ihre Zeugnisse der Mittleren Reife – das Ergebnis eines „Rezepts“ aus verschiedenen „Zutaten“ wie Wissen, Fleiß und Freundschaft, eventuell mit kleineren oder größeren Rückschlägen, wie Elisabeth Westiner und Konrad Huber aus der Schulleitung es in ihrer Begrüßung ausdrückten. Sie machten sich nun auf, neue Wege zu gehen und sich neuen Herausforderungen zu stellen, außerhalb des „geschützten Raums“ der Schulzeit, so Alexander Mühlbauer in seinem Impuls zu Anfang des Festakts.  

„Alle Chancen dieser Welt, super Job zu erreichen“ 

Wirtschaftsminister und stellvertretender bayerischer Ministerpräsident Hubert Aiwanger sprach von einem „tiefen Einschnitt“. Es sei müßig, den Absolventen Tipps zu geben – und er wolle es auch nicht. Langjährige Sicherheiten, etwa dass Automobilfirmen immer wieder Arbeitsplätze schaffen, gebe es nach den Umbrüchen der vergangenen Jahre nicht mehr. Dennoch hätten die jungen Menschen viele vielfältige Berufschancen, auf die sie ihre Lehrer gut vorbereitet hätten.  

Bundestagsabgeordneter Florian Oßner schlug in dieselbe Kerbe: „Ihr habt alle Chancen dieser Welter, einen super Job zu erreichen, und alles Rüstzeug dazu.“ Und damit auch die Möglichkeit, die hiesige Wirtschaft stark zu erhalten. Dritter Bürgermeister Hans-Peter Summer betonte, die Wirtschaftsschule vermittle ein Fundament, das heute wertvoller sein denn je. Er hat selbst von 49 Jahren seinen Abschluss an der Wirtschaftsschule gemacht, sagte er. Klaus Pauli warb als Vorsitzender des Fördervereins der Wirtschaftsschule, dem Verein beizutreten, der schließlich das Schulleben für die Schüler angenehmer mache. Tanja Zeis kontrastierte die Zeit an der Wirtschaftsschule mit „Storys“ auf Instagram.  

Wo Letztere nach 24 Stunden verschwinden würden, werde die Schulzeit im Kopf bleiben, weil sie wirklich etwas bedeute. Sie bestehe eben nicht nur aus Highlights, sondern auch aus Herausforderungen, Umwegen, kleinen Pannen und Momenten, in denen man über sich hinauswachse. „Heute endet ein Kapitel eurer Story. Aber eure Geschichte ist noch lange nicht vorbei. Im Gegenteil: Jetzt beginnt ein neues Kapitel“, betonte die Schulleiterin. Der mittlere Schulabschluss öffne dazu alle Türen.  

Die beiden Schülervertreterinnen Alisia-Maria Petrea und Sandra Mizia erinnerten an die vielen gemeinsamen Momente, „die wir zusammen verbracht haben“. Diese machten die Schulzeit vor allem aus. Sie wünschten „uns allen, den Mut, neue Wege zu gehen, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen.“ 

Für hervorragende Leistungen ausgezeichnet wurden sieben Schüler der Wirtschaftsschule. Den Staatspreis der Regierung von Niederbayern für einen Notendurchschnitt von 1,5 erhielt die beste Absolventin Laura-Marie Hartl. Jeweils einen Büchergutschein, gestiftet von der ehemaligen Stadträtin Rosemarie Schwenkert, bekamen Angelina Spyra (1,62) und Sara Müller (1,75). 

Zwei Büchergutscheine vom Elternbeirat gingen an Alisia-Maria Petrea (1,75) und Jasmin Jebsen (1,85). Für einen Notendurchschnitt ebenfalls von 1,85 spendierte der Förderverein Gutschein für Sara Manole, Stelle Kuhn und Alexander Wallhöfer.  

Für die musikalische Umrahmung des Festakts war die Schulband unter Leitung von Stefan Becker zuständig. 

– Landshuter Zeitung vom 27.07.2026 Stefan Klein – 

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