“Das rl (real life) nicht vernachlässigen”

Jan 21st, 2010 | By | Category: Weitere Meldungen

Am 21. sowie 22. Februar reflektierten die Schüler der 9. Klassen ihr eigenes Verhalten im Umgang mit dem Computer und dem Benutzen des Internets. Birgit Pfaffenberger und ihre Kollegin Barbara Fleischmann vom Netzwerk Landshut referierten und diskutierten mit ihnen im Rahmen der Onlineprävention.

Gerade in der heutigen Zeit ist das Medium “Internet” kaum noch aus dem Leben weg zu denken. Allerdings benutzen gerade Jugendliche teilweise naiv und viel zu intensiv das zahlreiche Angebot an Spielen, Chaträumen oder Messengern. Um den richtigen Umgang und die Gefahren, die der Computer birgt, aufzuzeigen, wurde in jeweils drei Schulstunden intensiv sowohl über eigene Erfahrungen, als auch vorbeugend über mögliche Probleme geredet. Wichtig bei dieser Veranstaltung ist, dass alles, was besprochen wird, nicht an Außenstehende weitergetragen wird. So öffneten sich die Schüler und tauschten interessante Ansichten untereinander aus.

Hier könnt ihr Bilder von der Veranstaltung sehen.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung wurde mit Klebepunkten ein so genanntes Konsumprofil der Klasse angelegt. Hier sollten verschiedenfarbige Punkte  auf ein Plaktat den Bereichen Alkohol, TV, Süßigkeiten, Nikotin, Koffein und Computer / Konsolenspiele zugeordnet werden, um zu veranschaulichen, was mehrmals die Woche konsumiert wird. Im nachträglichen Austausch wurde hinterfragt, inwiefern das Geschlecht eine Rolle spielt oder über erschreckende Erkenntnisse diskutiert, um anonym demjenigen aufzuzeigen, dass die Häufigkeit des Gebrauchs eingeschränkt werden müsse.

Fragebögen intensivierten im Anschluss darann das Gespräch. Hier mussten die Schüler gezielter angeben, wie lange am Tag sie chatten, surfen oder PC-Spiele nutzen. Anhand der Vorschläge, welche Probleme sich daraus ergeben könnten, analysierten die 9. Klässler selbstständig die Gefahren des Computers und machten Vorschläge für den besseren Umgang.

Sehr viel Interesse zeigten sie dann bei zwei TV-Spots, in denen es um Cybermobbing und gefährliche Identitäten im Cybernetz geht. So erkannten sie eigenmächtig, dass persönliche Angaben und besondere Fotos auf keinen Fall in Chatrooms oder den mittlerweile so beliebten “Freundesseiten” wie lokalisten oder facebook preisgegeben werden dürfen. Auch wurde darauf hingewiesen, dass sich zukünftige Betriebe, bei denen man sich bewirbt, auf solchen Seiten nachforschen, wie der Bewerber sich präsentiert oder welche Meinung er vertritt.

Ebenfalls wurde ein Augenmerk auf die zeitliche Verwendung von PC- Spielen gelegt.

  • “…. tagelang nicht duschen, nur bei  der Tankstelle Essen kaufen… und Tageslicht nur von der Sonne in der WoW (World of Warcraft)-Welt zu kennen.”
  • “Mein Pizzamann weiß, dass er nur rein kommen braucht und die Lieferung auf den Tisch stellt. Er hat mich übrigens noch nie beschissen, wenn er sich das Geld aus der Geldbörse nimmt… glaube ich.”

Dies sind nur einige  Zitate, welche aktive Spieler, die unter der Onlinespiel-Sucht leiden,  in der Vergangenheit von sich gaben. Sie wurden genutzt, um eine Diskussion zu entfachen, wie weit man die Realität aus den Augen verliert, wenn man stundenlang jeden Tag in eine Cyberwelt verschwindet. Abschließend wurde anaylisiert, wie man PC – Sucht bei sich oder Bekannten erkennt sowie den Betroffenen helfen kann, um aus diesem Kreis zu entfliehen.

Das Fazit, was bewusst wurde, war die Erkenntnis, dass der Computer sowie das Internet ein wichtiges Medium ist, allerdings man darauf achten muss, die reale Welt nicht aus den Augen zu verlieren und einen Zeitrahmen bei der täglichen Nutzung einhalten muss!

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