Wie verändert Virtual Reality (VR) den Unterricht an kaufmännischen Berufs- und Wirtschaftsschulen? Auf Initiative der Regierung von Niederbayern, Abteilung Berufliche Schulen, fand an der Staatlichen Wirtschaftsschule Landshut eine wegweisende regionale Fortbildung statt, bei der Experten der Berufsschule 2 Aschaffenburg zeigten, wie die Zukunft des Lernens schon heute im Klassenzimmer Einzug hält.
Organisiert wurde der Tag von StDin Elke Vicari, Fachmitarbeiterin für Wirtschaft sowie Politik und Gesellschaft.
Als Referenten konnten drei ausgewiesene Experten gewonnen werden: StR Manuel Zobel, OStR Florian Rauschmann und OStR Johannes Heinrich. Alle drei kommen von der Berufsschule 2 Aschaffenburg – einer Schule, die vier Jahre lang als Pionier im Bereich VR am Projekt „PerLen“ (Personalisiertes Lernen mit digitalen Medien) der Stiftung Bildungspakt Bayern teilnahm.
Der Vormittag stand im Zeichen des Erfahrungsaustauschs. Die Referenten schilderten eindrucksvoll ihren Weg: Von den ersten technischen Hürden über die notwendigen räumlichen Voraussetzungen bis hin zu erfolgreichen Kooperationen. Dabei wurde deutlich: VR ist kein Selbstläufer, sondern erfordert eine kluge Planung und pädagogische Einbettung.
Besonders spannend waren die Einblicke in die Fachbereiche. Die Referenten zeigten auf, wie VR gewinnbringend in den Unterricht an beruflichen Schulen eingesetzt wird:
Ob im Einzelhandel, für Medizinische Fachangestellte oder in der Lagerlogistik – VR macht komplexe Prozesse greifbar.
Auch in den Fächern Englisch und Religion eröffnen virtuelle Welten völlig neue didaktische Möglichkeiten.
Nach der Theorie folgte die Praxis. Am Nachmittag hatten die 13 interessierten Kolleginnen und Kollegen niederbayerischer Berufs- und Wirtschaftsschulen die Gelegenheit, selbst in die virtuellen Welten einzutauchen. Unter Anleitung der Experten aus Aschaffenburg wurden konkrete Anwendungen getestet und diskutiert, wie diese direkt in den eigenen Unterricht integriert werden können.
Die Fortbildung machte deutlich, dass VR weit mehr als eine technische Spielerei ist – sie ist ein mächtiges Werkzeug für handlungsorientiertes und motivierendes Lernen an modernen Berufs- und Wirtschaftsschulen.
Bild (privat)
Sitzend von links:
Elke Vicari, Herr Rauschmann, Herr Zobel, Herr Heinrich, sowie Kolleginnen und Kollegen von niederbayerischen Berufs- und Wirtschaftsschulen




